Das Haar in der Suppe

Es gibt nichts für mich heute, was ich nicht aufschieben könnte.Es ist noch eine Rechnung zu schreiben. Wenn ich die nicht schreibe, kriege ich kein Geld. Heute ist Freitag, der 04.06.2002  Und es ist 16:27 Uhr. Wird da noch ausgeliefert? Ausgeliefert ja, aber wird in normalen Firmen noch gearbeitet? Ich könnte mir ja ausdenken, in normalen Firmen ist jetzt Freitag, 16:27 Uhr und kaum jemand arbeitet noch. Und um die Uhrzeit werden am Freitag auch keine Rechnungen mehr geschrieben. In normalen Firmen freuen sich alle aufs Wochenende. Ich arbeitete aber nicht in einer normalen Firma. Ich arbeitete auch am Samstag. Also, was soll es. Ich schreibe jetzt keine Rechnung. Und überhaupt, ich schreibe ein Buch. Und überhaupt über Haupt…. Eben haben meine Freundin und ich miteinander telefoniert und beschlossen, es der Welt zu zeigenSie sagte: „Ach, weißt du, manchmal glaube ich, auf uns beide trifft das Sprichwort zu:  Man findet immer ein Haar in der Suppe, man muss nur kräftig mit dem Kopf schütteln“ Wir haben uns sofort geschüttelt – vor Lachen, “ Wie recht Du doch hast. Und wir haben uns gesucht und gefunden. Wenn wir unser Buch schreiben, warum schreiben wir denn kein lustiges Buch.“ Mir wurde dabei ganz warm und ich spürte so ein seliges Gefühl in meinem Bauch. Als wir uns vor kurzem kennen gelernt haben, haben wir sofort beschlossen, dass es großartig wäre, gemeinsam ein Buch zu schreiben. (früher traf ich öfter mal solche Leute) Während wir so miteinander darüber sprachen, dass es auf jeden Fall jetzt losgehe, musste ich immer denken: „Wie, wie, wie könnte das gehen und ich war mir sicher , es würde mir Spaß ohne Ende machen. Vor meinem Auge tauchte so schönes Bild auf - auf dem ich mich sah, Arm in Arm mit Esther, (ich habe Esther übrigens nie persönlich getroffen, wir haben uns im Netz kennengelernt) Endlich hatten wir Anerkennung, endlich würde die Welt von uns nicht mehr Artigkeit erwarten, sondern statt dessen unsere Einzig -Artigkeit würdigen. Wenn ich mit Esther zusammen ein Buch geschrieben haben würde. Würde? Ach ja! Und wir das dann verkaufen würden, würden wir es uns dann gut gehen lassen, die Esther und ich, quasi als SchwEsther: „Mir hat neulich jemand gesagt, dass die Verlage….“ Aha, dachte ich, Esther steigt auch voll und ganz mit Herz Bauch und Verstand in die Sache jetzt direkt ein und - komisch,  ich habe wohl was von den Schwierigkeiten mit Verlagen gehört, aber ich habe, obwohl ich eben noch behauptet habe, dass wir beide die Multifähigkeit besitzen,  einander gleichzeitig zuzuhören, obwohl wir weiterreden, wohl doch nicht recht zugehört, denn, „wo war noch mal das Problem bei den Verlagen? Oder hatte sie  gar nichts von einem Problem gesagt….?“  „Schmeißen wir doch mal die Worte, die uns einfallen zusammen.! “O.K“ und dann polterten wir munter los. Weil wir das immer tun, wenn wir über unser hausgemachtes Elend reden, wir darin die größte Übung haben und außerdem - war das ja eben der Grund unseres Telefonats!?! Und ab gehts,   ab,ohne PunktPunktKommaStrichFertigISTdasMONDGESICHT….Pingpong Spielen:  „Kopfschütteln, Denken, Fühlen“ „Bauch, Angst, Wahrnehmung“ „Ja, Wahrnehmung , aber motivierte“ „Und Kommunikation? „Na klar und Sich austesten“ „Grenzen,  eigene Grenzsetzung und auf jeden Fall, Planen“ , ich sah förmlich durchs Telefon, wie wichtig Esther das ist. Und die Sonne ging in mir auf. Endlich jemanden gefunden zu haben, dessen sprudelige Freude so greifbar für mich ist….Und dann sagte sie, oder war ich das, ich weiß nicht mehr “weißt Du?!, ich plan immer zuviel, ich bin ja Jungfrau Aszendent “Du, Ich auch…“ Wir ritten eine Weile über die Wiese der astrologischen Vorbestimmung. Esther liebt Astrologie. Und ich fing an Esther zu lieben. Und ich sagte ihr zustimmend, dass es manchmal, soviel sei eingestanden, auch mir, die ich ja eigentlich viel zu kopfig sei, sehr helfe, durch die  Bilder der Astrologie Bestätigung zu fühlen…„Wo waren wir noch mal dran, was sollten noch mal unsere Stichwörter sein…?“„Ach ja Kopfschütteln,…..“ Denken, Fühlen, Bauch, Angst,Wahrnehmung motivierte, Kommunikation, Sich austesten, Grenzen,  Eigene Grenzsetzung, Planen, Extreme Situationen sind Einstellungssache,Tagesform, Miteinanderlachen können, Lösungen Wo ist die Suppe? Partner, Familie, Kinder, Bekanntenkreis, Freunde, Geschäftspartner, Wer sich die Suppe einbrockt, der muss sie auch auslöffeln, Suchen, ob der Spruch stimmt, Festellen, dass es Leute gibt die, die Suppe nicht auslöffeln, Suppenkasper   

2 Reaktionen zu “Das Haar in der Suppe”

  1. Manuela Dillenburg-Lux

    „Kopfschütteln“ ist unser erstes gemeinsames Projekt

    Über unsere Zusammenarbeit:

    Flexibilität bedeutet nicht Unbeständigkeit

    Zu entwickeln ist eine gemeinsame Strategie
    Verständigung gestalten
    Sich um Verständigung bemühen

    Sicherheit: was braucht jeder von uns, damit er sich sicher fühlt?

    Verständigung über die Motivation des Handelns
    Tiefe Wünsche und Erwartungen es ist sehr wichtig, sich immer über die Motivation zu verständigen

    Auf verschiedenen Wegen kommt man zum Ziel

    Esther ist Planerin. Sie muss wissen, wie sie sich für mich einsetzen kann.
    Setzt mir Pläne und ich agiere. Ich brauche Zeit und Raum und die Gewißheit, ich darf Feler machen, dann kanns losgehen. Wenn ich meine Angst überwinde, Fehlerr zu machen und mich nicht meer so under Druck sätze und meine perfekt verstanden werden zu müssen, dann klappt es bestimmt auch bald mit dem Buch. Nur ist mir Esther leider wieder durch das Netz verloren gegangen, bei all dem wilden Wasser der letzten Jahre. Christina, RUF MICH AN!!! Und all die anderen auch. Ich bin so weit. ZauberknochenEs ist reichlich Zeit vergangen. Die Zeit ist reich und reif, Einfach anfangen!

  2. Christina

    Liebe Manu,
    du HAST ja schon angefangen. Was du schreibst, gehört alles schon dazu. Wird dann an irgendeiner Stelle in irgendeiner Art “verwurstet”.
    Aber lass mich nochmal eins in die Suppe platschen: Mir fiel sofort ein Zitat von Gustave Flaubert ein. Es gefällt mir, weil es so lakonisch ist.

    “Das Leben ist schon eine schlimme Sache, nicht wahr? Es ist eine Suppe mit vielen Haaren drin, aber essen muss man sie trotzdem.”

    Ach ja, und weil wir schon dabei sind: zum Thema Buch gibt’s auch eins:

    “Bücher werden nicht wie Kinder, sondern wie Pyramiden gemacht, nach einem wohlerwogenen Plan und indem große Steinblöcke angeschleppt und aufeinandergetürmt werden, und man holt sich einen Bruch, es kostet Zeit und Schweiß, und es hat keinen Nutzen! und es steht einfach so da in der Wüste! Aber es überragt sie gewaltig. Schakale pissen unten dran und Spießbürger kraxeln darauf herum etc. Man setze diesen Vergleich fort.”

    Dann lass uns mal anfangen! Ärmel sind schon hochgekrempelt, aber jetzt gibt’s erst mal ‘nen Kaffee.

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