Inderstille:-) hier Schreibmeditation

Regelmäßig gehe ich in mich. 2002 habe ich dabei in einem Internetforum folgende Beobachtung gefunden:

“Und wenn mir jemand was erzählt, dann mache ich mir darüber Gedanken und das sind beides Dinge, die ich bei anderen Menschen oft vermisse.Ich habe oft den Eindruck, das nur geredet wird, weil man die Stille nicht ertragen kann, weil man ein Vakuum meint, mit irgendetwas füllen zu müssen und so bleibt es dann auch nur irgendetwas. Dabei kann auch gemeinsames Schweigen und Hören ein unheimlich intensives Erlebnis sein, das man meist aber nur mit sehr vertrauten Personen zustande bringt. Jeder von uns kennt magische Momente, solche, in denen man für einen Augenblick meint, das Universum stünde still und von denen man weiß, dass sie sich niemals künstlich erzeugen ließen, was man dann immer ein bisschen bedauert. Das sind Momente, die der Stille entspringen und die leider viele Menschen niemals erleben werden, weil sie sie nicht zulassen können.”

Am 17.06.02 habe ich mir diese Zeilen ausgedruckt. Eine Frau in einem Internetforum hat sie geschrieben. Sie haben mich damals, wie heute tief berührt.

Ich kenne das von mir selbst. Ein Scheissverhalten. Verbale Inkontinenz! Das ist das golumartige Suchen nach einem Spiegel für mein Bedürfnis  nach etwas Vertrauen in unsere Gemeinschaft. Ein Suchen, nach etwas Vertrautem. Wem kann ich trauen.  So, wie früher, in meiner Familie. Der großen Familie, in der wir so viel miteinander lachten, weinten, diskutierten. Es ist heute manchmal die Einsamkeit und die Angst verloren zu gehen, in einer Welt, die ich nicht mehr sinnlich erleben kann. Mir bleibt die sinnliche Erfahrung verwehrt. Zu viel, zu schnell, zu laut, zu dicht, zu dominant das Soziale, zu wenig Individualität.  Wo kann ich stolpern? Alles ist so schön eben, so glatt, so rein, so perfekt. Würg! So ticke ich nicht. Ich bin Mensch.

Inzwischen weiß ich, ich finde kaum die “richtige” Form. Und ich spüre doch, wo früher Schweigen falsch war, ist heute Reden auch falsch. Das Leiden ist nicht weg. Ich vermisse die Wertschätzung meiner Individualität in der Geborgenheit meiner Großfamilie.Fakt! 

Einige sehr deutliche Bilder steigen wieder und wieder in mir auf. 

Etwa aus dem Jahr 2004.: “Gott sei Dank”, ich habe diese Bilder noch. Ich finde sie in der Stille in meinen Achtsamkeits - Meditationen im Alltag. Im Gehen, beim Autofahren, beim Malen, beim Joggen, in meinem Kopfkino…beim Kuscheln mit meinen Kindern, ……beim Beobachten meiner Katzen,……………..wie sie meine Aufmerksamkeit bekommen……………….meine Seele streicheln………………………………….Fenster zu …………………………..HAB (E) SEELIGKEITEN
…Stille…..Vertrautheit….das Bild vom Erlebnis mit den beiden Priestern in der kleinen Klosterkapelle in Griechenland, das ich mit meiner Seelenschwester geteilt habe……Hell sehe ich viel Bewegendes in meinem Leben. Liebe überall.
Auch zum Jahreswechsel 2009 wünsche ich Euch allen von ganzem Herzen, dass Ihr viele dieser wunderbaren Momente der angemessenen Nähe und des Vertrautseins findet.  

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