Im Märchen scheint nicht immer die Sonne

Laster und Tugenden

Die Hindernisse, die die Helden zu überwinden haben, sind unzählig. Indem wir uns mit ihnen identifizieren, machen wir wichtige Erfahrungen mit dem Bösen und den damit verbundenen Gefahren. Wir teilen mit dem Helden dessen Angst und können so auch unsere eigenen negativen Gefühle veräußerlichen.

Die Märchenwelt ist eine reiche Quelle für all jene Bedürfnisse, Triebe, Gefühle, die unsere Eltern vorsorglich von uns fernzuhalten versucht haben. Aggression, Sexualität, Hass, Neid, Eifersucht, alles Menschenmögliche erhält mittels Märchen einen Raum.

 

Märchen bieten uns eine Welt, in der wir uns gefahrlos sachkundig machen können, über das Potential was in uns Menschen schlummert. Dabei wird es uns möglich Verhältnismäßigkeiten der Kräfte risikolos zu erfahren. Wir können ein Kraftgefühl entwickleln und die Spannung zwischen Kraftpolen einschätzen. Die Fähigkeit Spannungsverhältnisse selbst einschätzen zu können ist wichtig, damit ”Vorsicht” für uns zum Begriff wird und wir trotzdem immer noch genug Mut für unsere Lebensbewegungen behalten.

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