…die dunkle Seite im Märchen

Unzählige Hindernisse sind für den Märchenhelden zu überwinden.

In die Märchenwelt einladen lassen wir uns natürlich nur, wenn wir Lust haben, dem Helden zu folgen. Und nur dann, wenn uns unser Beweggrund deutlich ist, gehen wir emotional mit. Um uns auf den Weg machen zu wollen, müssen wir uns mit allem, was wir in uns selbst an Erlebnisinhalten gesammelt haben, willkommen fühlen.  Und wenn wir den Helden dann noch ein bisschen sympatisch finden und er es uns ein bisschen spannend machen kann, mitzugehen, dann folgen wir ihm auf seinem Weg bereitwillig. 

Befindlich auf diesem geschützen Beobachterposten, machen wir dann lustvoll Erfahrungen, die uns wichtig sind. Mit unserem Helden erleben wir das Böse und die damit verbundenen Gefahren aus einer, für uns selbst angemessenen, Distanz.

Dabei teilen wir, soweit wir wollen, die Angst mit dem Helden. Wir teilen mit - und auf diese einzigartige Weise können wir unser Kraftfeld der Gefühle als Ganzes wahrnehmen. Gespiegelt werden uns Gefühle, die für uns Menschen wesentlich sind: Liebe, Aggression, Hass, Eifersucht, Neid Mitgefühl, Habgier und Großzügigkeit. Wir erleben die Spannung , die in uns wirklich werden kann. Jedoch niemals so, dass sie wir tatsächlich an Leib-Seele-Geist verletzt werden.

Wir werden ganz im Gegenteil wahrnehmen, dass es eine aktivierende Spannung in einem Feld zwischen positiven und negativen Gefühlen in uns gibt.

In der Mitte ist eine HABSELIGKEIT erfahrbar. Sie ist wirklich mit Märchen - unsere Schöpferkraft.

So zeigt sich die Märchenwelt als das, was sie ist:  eine reiche Quelle in uns, aus der die wesentlichen Bedürfnisse, Triebe, Gefühle sprudeln.

In der Realität verhaftet, wie wir als vernunftgesteuerte Erwachsene notwendigerweise sind, versuchen wir diese Gefühls - Unterwelt von Kindern fernzuhalten. Aggression, Sexualität, Hass und Eifersucht, das Märchen hält eine breite Projektionsfläche für alle menschlichen Emotionen bereit.

Genial!finde ich.

Einen Kommentar schreiben