Fortbildung Elternberater 2010

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  „Elternberatung, das wär´ doch was für mich“, mag sich der Großteil der Teilnehmer des Zertifizierungskurses beim Lesen der Beschreibung im Fortbildungsheft gedacht haben.

Schon in der ersten Woche und einem ersten Kennen lernen mit Frau Dillenburg-Lux, sagte Miriam Luhnau aus Rheinbach sehr treffend: „Hier bin ich richtig!“ Ihre Aussage hat sich im Laufe der Zeit nicht nur für sie, sondern auch für alle anderen Teilnehmer bestätigt.

Nicht nur die umfassende, eigene Erarbeitung der Lerninhalte, verknüpft mit Text-Readern und Arbeitshilfen unserer  Dozentin, sondern auch die angesetzte Zeit von 2 Jahren, war für uns eine optimale Möglichkeit uns zu Elternberatern zu entwickeln. Das Vertrauensverhältnis in der Groß- und Kleingruppe sowie ein aktives „Lernklima“ bei den 4 Fortbildungswochen, den Supervisionen und Gruppentreffen waren eindeutig für unseren Erfolg verantwortlich.

 

Also, die Lerninhalte hatte jeder verstanden, das Prinzip von Beratung auch, aber wie kann man bei künstlichen Beratungssituationen, dem praktischen „Üben“, das echte Beraten lernen?

 Es ist wie Trockenschwimmen, es geht nur zum Teil. Als dann unsere Kleingruppe dazu überging ein „echtes“ Problem  aus dem eigenen Leben zu beraten, ging für uns alle ein Licht auf.

Der ehrliche Wunsch nach einer Beratung und der echte Wunsch des Beraters dem Gegenüber zu helfen, setzt die Energie frei, die bei einer Beratung fliesst.

Die Anwendung der gelernten Inhalte bekam nun eine andere Tragweite und diesmal konnte der zu Beratende auch realistisch rückmelden, ob diese Beratung für ihn wertvoll war. Wir waren alle von den Erfahrungen der echten Beratung begeistert und die meisten Fragen und Unsicherheiten in unseren Köpfen waren nun beseitigt.

 

Die 2 Jahre der Fortbildung zum Elternberater im Familienzentrum waren für mich persönlich, nicht nur Wissensvermittlung auf hohem Niveau, sondern auch eine wichtige Erfahrung in meinem beruflichen und „anderen“ Leben.

Wer Beratung lernt, erfährt  viel über Beratungssituationen, praktische Arbeitshilfen und mögliche Schwierigkeiten und deren Lösungen. Verschiedene Probleme, hautnah aus der Praxis, konnten wir in den Supervisionstreffen ausgiebig behandeln und jeder konnte an den Lösungsansätzen mitarbeiten. Gelohnt hat sich diese Fortbildung jedoch nicht nur für unsere jetzigen und zukünftigen Kunden, die Eltern unserer Einrichtung, sondern auch für uns selbst.

 

(Persönliche  Einstellungen, der Blick für das Ungewöhnliche, Wahrnehmung und innere Wertigkeit werden neu entdeckt, überprüft und dankbar angenommen.)?

 

Es ist eine persönliche Lernreise, die eigentlich mit dieser Fortbildung erst angefangen hat.

Die Präsentationen in unserem letzten Treffen in Bensberg, dem Kolloquium, zu beschreiben, fällt schwer. Sie waren der würdige und krönende Abschluss einer erfolgreichen

„ Aktiv-Lern-Zeit“

 

Hier gab es den größtmöglichen Raum für die Gruppen ihre Lernerfolge darzustellen. Die Darstellungen der einzelnen Gruppen zeigten dementsprechend: so unterschiedlich die Persönlichkeiten sind, so unterschiedlich sind auch zum Kolloquium in Bensberg ihre Kompositionen zum Thema: Elternberatung.

 

Es gab einen mystischen„Hexentanz“, eine intensive, zusätzliche „Kleinfortbildung“, ein „Märchen von Denen, die auszogen, das Beraten zu lernen“ und einen Beratungssketsch in Bühnenqualität.

Wir waren uns zum Schluss einig: Die Elternberaterfortbildung war für uns alle ein echter Erfolg, den wir nun in unsere Einrichtungen tragen wollen, um professionell zu beraten.

 

Der Kontakt zu unseren Kleinteams und der gesamten  Lerngruppe soll in Zukunft für Austausch und gegenseitige Unterstützung weiter genutzt werden.

 

Danke an Frau Dillenburg-Lux, die mit ihren Ansatz des aktivlernen mit uns erfolgreich umsetzen konnte und Danke an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die dieses wertgeschätzte miteinander Lernen erst möglich gemacht haben.

 

„Mein Schatzkästchen ist nun ganz voll“                          

 

    Karin Gorka, Elternberaterin im Familienzentrum St. Konrad Hilden

 

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