Negaholismus nimmt…

Es verbreitet sich zunehmend eine einseitige Art das Leben wahrzunehmen: die Suche nach allem Negativen.

Diese Sucht hat einen Namen, “Negaholismus”. Wie bei jeder Sucht, ist es die Wirkung des Suchtverhaltens, das süchtig macht. Das Potential dieser Sucht liegt in der folgenden Sinnestäuschung:

“Wenn ich das Schlimmste erahne, dann kann ich nur vom Guten überrascht werden”.

Dieser Trug führt zu einer Reihe von Trugschlüssen:

·       die Realität ist nur eingeschränkt wahrnehmbar

·       Missdeutungen verbauen gute Chancen auf ein erfülltes Leben. Letztlich bin ich ungeübt darin, mit allen Sinnen Erfahrungen zu machen.  Ich werde zunehmend unfähiger das Gute überhaupt noch im Moment seines Erscheinens wahrzunehmen. ”Hamsterrad”  So entwickelt man entsprechend Angebote, die noch mehr Jiiiiper auf mehr “Konsum” und Bestätigung der “Richtigkeit der negativen Erwartungshaltung” machen. Geschäft mit der Angst, dem Schrecken und dem schlechten Gewissen:  Versicherung, Putzmittel, Mittelchen gegen Wechseljahrsbeschwerden, Tropfen gegen nächtlichen Harndrang, Fresserchen für das vernachlässigte Haustier… Und obwohl wir alle diese Liste beliebig fortsetzen könnten und das alles irgendwie wissen, jammern und lamentieren wir trotzdem mit und haben irgendwie meistens einen neben uns gehen, der uns zutextet, ob es nun das schlechte Gewissen oder irgendwie eine Angst im Nacken ist, die uns beschleicht. Wir sind kaum mehr in der Lage unser Leben wahrzunehmen, ohne zugleich darüber zu urteilen. Doch genau das wäre das Verfahren, welches die Leichtigkeit des Seins ermöglicht: achtsam ungerichtet wahrnehmen - gegenwärtig sein und bleiben - die Fähigkeit wiederentwickeln, seine Wahrnehmungen von seinen Beurteilungen zu unterscheiden.

Was wirklich abhilft und aus dem Hamsterrad des Denkens herausführt, ist, sich immer wieder bewußt zu machen, was diese ”Negativ-Kultur” dauerhaft mit unserem Gehirn und Körper anstellt.

Hier nur ein kleiner Ausschnitt der Folgen des Negaholismus…Negative Emotionen rauben uns Energien. Hauptenergiefresser sind Angst, Ärger und Schuldgefühle.

Besser ist es, den Umgang mit diesen Emotionen zu lernen, als sie unterdrücken zu wollen.

Es ist nicht gut, diese Emotionen vollständig loswerden zu wollen. Achtsamkeit, Bewusstheit und die Selbststeuerung des Denkens und Verhaltens führt zum Frieden und positiver Resonanz und dies wiederum fördert die heiterere Gelassenheit. Die Nachfrage nach negativen Gefühlen und Gedanken wird einerseits gefördert und demgegenüber eine absolute Glückseeligkeit versprochen, wenn man dieses oder jenes Produkt kauft…

Wenn ich mir die Zeit nehme, darüber einmal nachzudenken, dann führt mich das über meine Wut, dass mir da jemand mein hart verdientes Geld aus der Tasche leiern will, hin zu einer echten Lachnummer. Und das macht in der Tat heiter.

Das Leben hat viele Facetten. Ich halte es lieber mit Wilhelm Busch: Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heiteren Stunden nur. Die Natur zeigt es sehr anschaulich. Wo viel Schatten, da viel Licht. Werden und Vergehen und wieder Werden. Und dazwischen jede Menge Wunder des Lebens.

Ihre Manuela Dillenburg-Lux 

 

Eine Reaktion zu “Negaholismus nimmt…”

  1. Manuela Dillenburg-Lux

    Gefühle sind Energien
    Intensive vergangene Emotionen beeinflussen z.B. alle Wert- und Sinnsysteme, Ideologien, Vorurteile etc., die unser Alltagsverhalten prägen. Entsprechend affektabhängig nehmen wir die Umwelt wahr und verhalten wir uns. Die unterschwelligen Affektkomponenten des Alltagsdenkens und -verhaltens treten sofort wieder massiv zu Tage, wenn solche scheinbaren Selbstverständlichkeiten verletzt oder in Frage gestellt werden.
    • Grundgefühle wie Neugier/Interesse, Angst, Wut, Freude, Trauer sind Energien bzw. situationsabhängige Energieverbrauchsmuster

    Heutzutage wäre es günstig, wenn da mal wieder Ruhe reinkäme:
    Pssssst! Ich verrate Ihnen was…es gibt viele gute Wege zurück zur eigenen Power…

    Wie leicht das geht, mit einem neuen Konzept der Selbstliebe und des Selbstschutzes, verrate ich Ihnen gern.

    Ich finde, die Zeit ist reif für das Lotoskonzept.

    Wenn Sie das interessiert, freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen. Lassen Sie uns gemeinsam eine ansteckende Gesundheit kultivieren. Ganz leise!
    Ihre Manuela Dillenburg-Lux

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