►Stimmlos Stottern Stammeln Was stimmt? Was nicht? Verhaltensoriginell im Kontext von Schule

“ Sie sind  völlig unfähig, sich verständlich auszudrücken“ Zitat des Aushilfs- Deutschlehrers, Herrn H., der vielleicht auch nur wieder einen schlechten Tag hatte, als er diesmal seinen Frust an meiner Person abreagierte. Obwohl ich in den drei Jahren zuvor im Deutsch und Theaterunterricht Unterstützung, Wohlwollen und manches Mal Lob für meinen Ausdruck und gute Beurteilungen erhalten hatte, hat die eine Aussage und viele kleine schlechte Bewertungen meiner Arbeiten am Rande, eine nachhaltig tiefe Narbe hinterlassen. Seitdem habe ich oft gestammelt, gestottert, weglaufen, mich schützen und ich weiß doch, ich kann vor mir selbst nicht fliehen – seitdem habe ich oft gestottert. Manchmal begleitet mich diese Aussage des Deutschlehrers, Herrn H. immer noch. Und auch die gute Erfahrung des liebevollen Deutsch und Theaterlehrers und wirklichen Menschen Herrn W. ist immer noch da. Und daran orientiere ich mich jetzt bevorzugt, da ich erkannt habe, dass ich an den vielen Übungen, die mein Leben mir bereithielt, gewachsen und gereift bin. Ich löse mich jetzt allmählich von alten Glaubenssätzen über mich selbst, die mir zugefügt wurden, wenn ich mich sprachlich ausdrückte. Die Kraft meiner Sprache ist ungebrochen und das Wissen, dass ich mich ausdrücken kann, ist inzwischen nach viel Training in mir tief verankert. Und die Zuversicht, dass es jeden Tag und mit jeder Übung besser wird, begleitet mich. Ich erprobe mich vor vielen neuen Hintergründen und werte alle meine Erfahrungen mit meinem ersten Zeugen, mir selbst, gut aus. Und dann sage ich zu mir: „ das war schon gut, für das erste Mal in diesem Zusammenhang. Demnächst kannst du das eine oder andere noch verändern und verbessern und es durch dies oder jenes ersetzen und dies und das dafür auslassen.“ Aber niemals beschimpfe und verunglimpfe ich mein Tun. Denn ich weiß als mein erster Zeuge: ich bin wohlwollend unterwegs und gebe stets mein Bestes. Ich bin ein Mensch unter Menschen. Alles ist in bester Ordnung und ich gehe weiter meinen Weg, so gut ich es zum jetztigen Zeitpunkt kann. Darauf kommt es an. Wer immer mit sich selbst “ich sollte, ich müsste spricht, macht sich Druck, fordert sich. Lernen funktioniert in der Regel jedoch viel besser, wenn ich in einer friedvollen, liebevollen Umgebung bin, in der Menschen sind, die mir etwas zutrauen und wissen, dass ich es eines Tages besser können werde, weil sie anerkennen, dass ich willens und fähig bin, wie jeder Mensch dankenswerterweise mit eigenen Talenten und Begabungen gesegnet bin und Neugierig bin und das Leben, den ewigen Lernprozess bejahe, sonst wäre ich nicht auf dieser Welt. Ich kann mir als erwachsener Mensch diese Wertschätzung selbst entgegenbringen. Selbstakzeptanz kann der Anfang alles Guten in meinem Leben sein, für das ich jedtzt den Boden bereite. Ich kann mich von alten Glaubenssätzen über mich jetzt verabschieden.Danke, ich brauche euch nicht mehr. Und Ich danke allen guten Vorbildern, die zeigen, dass wir es schaffen können, uns aus negativen Glaubensfesseln sich zu befreien. Und ich bin sicher und zuversichtlich in all dem Guten des Lebens geborgen zu sein. Mir gefällt der Gedanke von Robert Betz, dass es auch Arsch-Engel gibt. Damit bezeichnet er solche Wegbegleiter, die das weniger Gute in uns anstoßen und uns damit letztlich auch herausfordern, auf uns selbst zu achten. Die Weiterentwicklungen erfolgen aus eigener Kraft. Inspirationen kommen von überall. Danke dafür.“

 

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