►Schmetterling

Morgens, da starte ich manches Mal etwas trübe. Heute dachte ich über “Vergänglichkeit” nach und fand viele Aphorismen zu meinem Thema:

 

 

 

Ich bedaure die Menschen, welche von der Vergänglichkeit der Dinge viel Wesens machen und sich in Betrachtung irdischer Nichtigkeit verlieren: sind wir ja eben deshalb da, um das Vergängliche unvergänglich zu machen; das kann ja nur dadurch geschehen, daß man beides zu schätzen weiß.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann

 

 

Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids – und ein Quell unendlichen Trostes.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach »Aphorismen«, 1911

 

 

Was gut gepflanzt ist, wird nicht ausgerissen. Was treu bewahrt wird, geht nicht verloren. Wer sein Gedächtnis Söhnen und Enkeln hinterläßt, hört nicht auf.

Laotse (6. oder 4. - 3. Jh. v. Chr.), eigentlich Laozi, nur legendenhaft faßbarer chinesischer Philosoph, Begründer des Taoismus, Laotse bedeutet ‘der Alte’ und sein Sippenname war ‘Li Erl’

 

 

Laßt vergehn, was vergeht!
Es vergeht, um wiederzukehren,
es altert, um sich zu verjüngen,
es trennt sich, um sich inniger zu vereinigen,
es stirbt, um lebendiger zu werden.

Johann Christian Friedrich Hölderlin (1770 - 1843), deutscher evangelischer Theologe, Dramatiker und Lyriker (begann ab 1841 seine Gedichte mit ›Scardanelli‹ zu unterzeichnen)

Quelle: »Hyperion oder der Eremit in Griechenland«, 1797-1799

 

 

Was für die Raupe das Ende der Welt, ist für den Rest der Welt ein Schmetterling.

Laotse (6. oder 4. - 3. Jh. v. Chr.)

 

…inzwischen strahlt die Sonne durch mein Fenster. Der Blick ist wieder klar. Das Trübe hat sich verflüchtigt…Ich begrüße den Tag und atme tief durch…

Ich wünsche allen einen Tag mit einem Sinn für den Schmetterling :-)

 

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