► Vertrauen fassen


Eine, für das Lernen und die Informationsaufnahme, offene Einstellung ist Grundvoraussetzung. Lernlust und das Selbstverständnis von eigener Sinngebung und Gedankenfreiheit in der Begegnung mit dem Partner bilden Vertrauensbasis.

Eine Eigenliebe der Partner und das Selbstbewusstsein, ich bin liebenswert und kann die kontroversen Ansichten, die das Leben bietet, gut für mich nutzen, ist grundlegend. Die Idee mitzubringen, ich selbst kann mein Leben mit seinen Höhnen und Tiefen meistern und Widersprüche bringen mich nicht um, sondern bringen mich in meiner Entwicklung selbst weiter, ist immer der Anfang aller vertrauensvollen Beziehung mit anderen Menschen.

Es braucht bewusst miteinander arrangierte Zeiträume, in denen sich die einzelnen Personen begegnen.

An Erfahrungen mit sich selbst wird angeknüpft. In der Selbstreflektion zu wissen, Verabredungen mit mir selbst halte ich ein, ich kann mir selbst vertrauen, solche positiven Selbstzuschreibungen sind ein guter Anfang.

Will man den überhaupt zu anderen Menschen Vertrauen haben?

Welche Handhabungen und Grundkonzepte des Lebens existieren zurzeit? Welche Verhaltensmuster prägen das derzeitige Zögern? Skeptizismus und  Zweifel haben auch immer eine Geschichte und bilden den Beweggrund. Oft sind es die in der Not entstandenen Verhaltensmuster, mit denen wir neue Erfahrungen, neue Informationen verhindern.

Wichtig ist auch, dies klar wahrzunehmen, um dies zu äußern. Nur, wenn Sie sich und Ihre Beweggründe mitteilen, haben die Menschen eine Chance, Sie zu verstehen.

Kommunizieren ist aber mehr als informieren. Der geringste Anteil der Kommunikation erfolgt über Worte. Die Körpersprache und der Tonfall machen den Löwenanteil dessen aus, was der andere wahrnimmt.

Will ich denn überhaupt verstanden werden?

Die Angst abgeurteilt zu werden, hat nur dann eine Berechtigung, wenn ich die Idee habe, der Partner sei mir höher gestellt. Hinterfragen Sie für sich diese Idee. Woher, in meiner bisherigen Lebensbiographie, stammt diese Idee und mein damit verbundenes unterwürfiges Verhaltensmuster.

Es handelt sich um ein kindliches, unreifes Denken. Ich kann mein Denken jetzt ändern, in : niemand ist mehr wert als ich. Niemand ist mehr wert als ein anderer. Ich lasse jetzt von dem Gedanken ab, irgendjemand wisse besser als ich, wer ich bin. Das Feedback der anderen ist nicht wichtig. Mein Feedback ist nicht wichtig. Es sind nur subjektive Bewertungen. Die Reflektion miteinander ist wertvoll für den produktiven Prozess miteinander.

Selbst dann, wenn Menschen klar sind und toll kommunizieren, hilft das nichts, wenn man ihnen nicht die fachliche Kompetenz oder die Entscheidungskompetenz unterstellt. Die wirklich wichtigen Botschaften können Sie deshalb nicht an einen anderen Menschen delegieren, der diese für Sie ausspricht. Das kann nicht passen.

Zeigen Sie sich in klarer Gestalt auf Augenhöhe und teilen Sie Ihre wichtige Botschaft mit. Das macht Ihre Kompetenz erst deutlich.  

Wichtig ist hier auch die Kongruenz, das heißt, dass der Inhalt mit der Körpersprache und dem Tonfall übereinstimmen. Sie selber sind die Botschaft. Wenn Ihr Handeln und Ihr Reden als eine stimmige Einheit wahrgenommen werden, wirkt sich dies positiv auf das Vertrauen der anderen aus. Lassen Sie sich selbst ausreichend Zeit, um für sich selbst zu klären, was Ihnen für Ihre Intentionen wertvoll ist.

Bewusst verabredete Begegnungen mit anderen Menschen, schaffen Erfahrungen miteinander, auf Augenhöhe. Eingehaltene Verabredungen stärken das Band durch das Reflektieren der Erlebnisse auf allen Ebenen: Verlässlichkeit miteinander erfahren, Vertrauen in die Gemeinschaft investieren.

Ideal für eine vertrauensweckende Erfahrung ist, diese auf den verschiedenen Ebenen als “konstruktiv” zu definieren. Das hat wiederum im Wesentlichen mit der persönlichen Einstellung zu tun.

Wie nimmt der Einzelne wahr? 

Der Erfahrungsraum miteinander ist den unterschiedlichen Strukturiertheiten der Personen anzumessen, damit er für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit als förderlich erlebt werden kann. Es gibt Persönlichkeitsstrukturen die Lernhemmungen mit sich führen. (Lernbiographien, Selbstzuschreibungen etc. Abwehrmechanismen)

Wahrnehmungsverhalten wird erlernt.

Auf der Ebene der zwischenpersönlichen Kommunikation, sind förderliche Partizipation und eine Ebene einer Kommunikation über die Kommunikation günstig. Dort, wo dieses Wahrnehmen und Kommunizieren dann reflektiert werden kann, entsteht die Basis, für das Entwickeln und weitere Investieren von Vertrauen.

Reflektionsbereitschaft fördern.

Ist diese Reflektionsbereitschaft noch nicht vorhanden, wird blockiert, sind noch Widerstände da, ist das ein Zeichen dafür, dass die Partner sich nicht aufeinander einstimmen konnten, in Tempo, Thema, Ziel, Beziehung, Umgangsweise.

 

Derjenige, der den Widerstand beim anderen wahrnimmt, hat offenbar nicht verstanden, welches Verarbeitungstempo, welchen Lernrhythmus der Partner hat, beziehungsweise, wo und wie sich der Partner befindet.

 

Was interessiert und bewegt den Partner zurzeit?

 

Einander da abzuholen, wo man sich befindet, bedarf der Kommunikation. Und wie sind da die Abläufe? Organisch. Natürlich setzt das also eine gute Selbstwahrnehmung der Partner voraus. Denn nur das kann kommuniziert werden, was zuvor wahrgenommen wurde. 

 

Als kompetenter Säugling kommen wir Menschen mit dieser, für uns wesentlichen, Wahrnehmungsfähigkeit auf die Welt.

 

Transparenz und Klarheit: Nur, wenn Sie sich selber im Klaren sind, können Sie anderen Klarheit geben. Klären Sie sich selbst oder erkennen und benennen Sie die Unsicherheit.

 

Wie entsteht Vertrauen unter den Mitarbeitern?

Wie entsteht Vertrauen unter Partnern?

Wie wird Selbstvertrauen erlernt?

Wie wird Vertrauen in andere erlernt?

Wie wird Vertrauen in unsere Gemeinschaft erlernt?

Es ist günstig, markant zu kommunizieren und zusammengefasst, das heißt, konsistent Inhalte zur allseitigen Orientierung anzubieten. So kann jeder erinnern, was heute gesagt wurde.  Oft gibt es gute Gründe, warum wir unsere Meinung ändern müssen. Kommunizieren Sie diese bündig und reduzieren Sie bei aller Komplexität auf das, für die Beteiligten „Wesentliche“. So kann der rote Faden miteinander von jedem einzelnen gut nachgehalten werden.

Glaubwürdigkeit erreichen Sie dadurch, dass Sie zu dem stehen, was Sie in Aussicht gestellt haben.

Konsequent, beharrlich und beständig, auch wenn Sie, was Sie als Mensch zeigt, mal was vergessen haben. Kehren Sie zum Versprochenen zurück und zeigen Sie sich als verlässlicher Partner, indem Sie für den anderen nachvollziehbar, es ab jetzt besser machen.

 

Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Sommer, Zufriedenheit, Gemütlichkeit und allzeit viel Erfolg unterwegs, Ihre Manuela Dillenburg-Lux

 

 

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