Negaholismus nimmt…
Mittwoch, den 30. Juni 2010Es verbreitet sich zunehmend eine einseitige Art das Leben wahrzunehmen: die Suche nach allem Negativen.
Diese Sucht hat einen Namen, “Negaholismus”. Wie bei jeder Sucht, ist es die Wirkung des Suchtverhaltens, das süchtig macht. Das Potential dieser Sucht liegt in der folgenden Sinnestäuschung:
“Wenn ich das Schlimmste erahne, dann kann ich nur vom Guten überrascht werden”.
Dieser Trug führt zu einer Reihe von Trugschlüssen:
· die Realität ist nur eingeschränkt wahrnehmbar
Was wirklich abhilft und aus dem Hamsterrad des Denkens herausführt, ist, sich immer wieder bewußt zu machen, was diese ”Negativ-Kultur” dauerhaft mit unserem Gehirn und Körper anstellt.
Hier nur ein kleiner Ausschnitt der Folgen des Negaholismus…Negative Emotionen rauben uns Energien. Hauptenergiefresser sind Angst, Ärger und Schuldgefühle.
Besser ist es, den Umgang mit diesen Emotionen zu lernen, als sie unterdrücken zu wollen.
Es ist nicht gut, diese Emotionen vollständig loswerden zu wollen. Achtsamkeit, Bewusstheit und die Selbststeuerung des Denkens und Verhaltens führt zum Frieden und positiver Resonanz und dies wiederum fördert die heiterere Gelassenheit. Die Nachfrage nach negativen Gefühlen und Gedanken wird einerseits gefördert und demgegenüber eine absolute Glückseeligkeit versprochen, wenn man dieses oder jenes Produkt kauft…
Wenn ich mir die Zeit nehme, darüber einmal nachzudenken, dann führt mich das über meine Wut, dass mir da jemand mein hart verdientes Geld aus der Tasche leiern will, hin zu einer echten Lachnummer. Und das macht in der Tat heiter.
Das Leben hat viele Facetten. Ich halte es lieber mit Wilhelm Busch: Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heiteren Stunden nur. Die Natur zeigt es sehr anschaulich. Wo viel Schatten, da viel Licht. Werden und Vergehen und wieder Werden. Und dazwischen jede Menge Wunder des Lebens.
Ihre Manuela Dillenburg-Lux