Archiv der Kategorie ‘WUNDERTÜTE‘

► anfangen jetzt - Kraft der Präsenz nutzen

Mittwoch, den 25. Januar 2017

Aus meiner Sicht ist dieser Beitrag von 2014 ein Review wert.

Innehalten und den Anfängergeist finden. Er führt ins Licht.

Die Vorteile des Weges erkennen, den man einst gewählt hat, mit den wertvollen Erfahrungen, die einem dadurch heute zugutekommen - Schöpferische Pause auf dem Standbein

- Durchatmen und dieses als Standbein visualisieren “Danke, mein gut trainiertes Standbein” - verinnerlichen -  und dann Präsenz zeigen.

Präsenz

heißt

hier sein

örtlich zugegen sein

gegenwärtig sein

deutlich sein

möglich sein

erreichbar sein

bereit sein

verfügbar sein

Kraft der Anwesenheit wirkt

Darüberhinaus gedanklich geortet zu sein, auf das Jetzt, verstärkt die Präsenz. Das heißt, vergangene Erfahrungen zu ignorieren, das bedeutet eine sehr bewusste Entscheidung - jetzt brauche ich euch nicht vor Augen.

Leichter wird diese Entscheidung, mit dem Wissen, daß wir unsere Erfahrungen nicht verlieren können. Wir haben sie gespeichert und sind jederzeit abrufbar. Daher müssen sie nicht unsere augenblickliche Offenheit versperren. Und können uns mit diesem Wissen jetzt, ganz im Gegenteil, selbst beruhigen. So bringt uns diese Distanz zu den wohltuenden Emotionen, die wir mit unseren Erfahrungen verknüpfen und bringt uns in die Kraft. Wie ein klarer ruhiger See, spiegelt sich das, was jetzt passiert, wieder. Wir können es viel besser mit all unseren Sinnen wahrnehmen.

Also:

Das Spinnen um die Zukunft zu lassen: die Komplexität der Zukunft ist nicht voraussehbar, Energieverschwendung also, die ich jetzt lassen kann.

Ich kann jetzt der Gegenwart alle Achtung geben, mich zentrieren.

Erwartungen vergessen…für Überraschungen des Lebens offen sein…Präsenz macht sicher, die Kraft im Jetzt erkennen.

Acht geben auf das, was mir jetzt, zwischen den Menschen und Dingen passiert…präsent sein…..Teil des Ganzen sein……unterdessen das Lebendige fördern ….finden….erfinden…lassen…gelassen sein…miterleben…mitteilen….mitgestalten

 

„…Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem, wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen….“

(Hermann Hesse)
 
 

►Lob und Kontra

Freitag, den 15. Juli 2016

Lob ist gut für das Fremdwertgefühl ;-)

►etwas mehr Hirn bitte…

Dienstag, den 21. April 2015

das neue Buch von Gerald Hüther, soeben erschienen, ist empfehlenswert.

Und sein  neu gegründetes Institut spricht mir aus dem Herzen, denn es ist genau das, was mich mit aktivlernen voller Begeisterung umtreibt.

Prof. Dr. Gerald Hüther ist zu der Erkenntnis gekommen, dass alles eine gemeinsame Ursache hat, nämlich die Art und Weise unseres Umganges miteinander, unsere gegenwärtig vorherrschende Beziehungskultur. Statt einander als Subjekte zu begegnen, machen wir uns gegenseitig zu Objekten unserer Erwartungen, Interessen, Bewertungen oder gar Maßnahmen. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. So kann niemand die in ihm angelegten Potentiale entfalten.

Deshalb hat er sich dazu entschlossen, eine Akademie zu gründen, die als gemeinnützige Genossenschaft organisiert ist. Ziel der Aktivitäten dieser Akademie ist die Unterstützung von Gemeinschaften beim Aufbau einer Beziehungskultur, die eine optimale Entfaltung der Potentiale ihrer Mitglieder ermöglicht.

Mein Konzept aktivlernen hat seinen Ursprung im konstruktiven Umgang mit schwierigen Lebenssituationen. Es war das wesentliche Ansinnen, die daraus erwachsene Resilienz möglichst gut und vielfältig an andere Menschen weiterzugeben. Ich wollte und will vor allem von Herzen immer nur eines: eine ansteckende Gesundheit sein. So sind aus eigener Kraft in der Vergangenheit etliche Projekte  für Menschen entstanden, denen ihre Entwicklung und zwischenpersönliche Potentialentwicklungen das wichtigste Anliegen ist. Das alles jetzt in einem großen Stil zu potenzieren - selbstverständlich bin ich dabei. Meine Hoffnung dahingehend und mein Vertrauen in die Gemeinschaft waren immer viel größer als meine Zweifel. Bei aller gebotenen Skepsis - mit Herz und Hand ist “mehr Hirn bitte” und die Genossenschaft für Potentialentwicklung ein verheißungsvoller Funke, von dem ich mir weiterhin Ersprießliches erwarte. Mir macht das richtig Lust auf neue Taten. Ich bin da und ich bin bereit.

►Das rosa Tütchen

Mittwoch, den 27. November 2013

Als ich eines Tages traurig durch den Park schlenderte
und mich auf einer Parkbank niederließ,
um über alles nachzudenken was in meinem Leben schief läuft,
setzte sich ein fröhliches kleines Mädchen zu mir.

Sie spürte meine Stimmung und fragte: “Warum bist du so traurig?”

“Ach” sagte ich „ ich habe keine Freude im Leben.
Alle sind gegen mich. Alles läuft schief.
Ich habe kein Glück und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll”.

“Hmmm”, meinte das Mädchen,
„Wo hast du denn dein rosa Tütchen?
Zeig es mir mal. Ich möchte da mal hineinschauen.”

“Was für ein rosa Tütchen?” fragte ich sie verwundert.

“Ich habe nur ein schwarzes Tütchen.”

Wortlos reichte ich es ihr.

Vorsichtig öffnet sie mit ihren zarten kleinen Fingern den Verschluss und
sah in mein schwarzes Tütchen hinein.
Ich bemerkte, wie sie erschrak.

“Es ist ja voller Alpträume, voller Unglück und voller schlimmer Erlebnisse!”

“Was soll ich machen? Es ist eben so. Daran kann ich doch nichts ändern.”

“Hier nimm,”
meinte das Mädchen und reichte mir ein rosa Tütchen.

“Sieh hinein!”

Mit etwas zitternden Händen öffnete ich das rosa Tütchen und konnte sehen,
dass es voll war mit Erinnerungen an schöne Momente des Lebens.
Und das, obwohl das Mädchen noch jung an Menschenjahren war.

Wo ist dein schwarzes Tütchen?” fragte ich neugierig.

“Das werfe ich jede Woche in den Müll und kümmere mich nicht weiter darum”,
sagte sie.

“Für mich ist es wichtig, mein rosa Tütchen im Laufe des Lebens voll zu bekommen.
Da stopfe ich soviel wie möglich hinein.

Und immer wenn ich Lust dazu habe oder ich beginne traurig zu werden,
dann öffne ich mein rosa Tütchen und schaue hinein.
Dann geht es mir sofort besser.”

Noch während ich verwundert über ihre Worte nachdachte,
gab sie mir einen Kuss auf die Wange und war verschwunden.

Neben mir auf der Bank lag ein rosa Tütchen.
Ich öffnete es zaghaft und warf einen Blick hinein.

Es war fast leer, bis auf einen kleinen zärtlichen Kuss,
den ich von einem kleinen Mädchen auf einer Parkbank erhalten hatte.

Bei dem Gedanken daran musste ich schmunzeln und mir wurde warm ums Herz.

Glücklich machte ich mich auf den Heimweg, nicht vergessend,
am nächsten Papierkorb mich meines schwarzen Tütchens zu entledigen.

Ich wünsche Dir ein stets volles, rosa Tütchen…!
(Autor unbekannt)

►Wind, Sand und Sterne

Freitag, den 14. Oktober 2011


“Wenn uns ein
außerhalb unseres Ichs
liegendes gemeinsames Ziel
mit anderen Menschen
brüderlich verbindet,
dann allein atmen wir frei”
 
(Zitat aus “Wind Sand und Sterne”,

von Antoine de Saint-Exupery)





Wundertüte

Donnerstag, den 18. November 2010
Willkommen in der aktivlernen Wundertüte  
Hier können Ideen  aller Arten sprudeln und virtuelle Wunderkerzen gezündet werden
~ Hier können Sie unerkannt und fröhlich herumgeistern~

zackige Geistesblitze hinterlassen 

 zockige Fragen stellen knobelige Kopfnüsse knacken   gedankliche Funken sprühen lassen und dann heimlich mal schauen, wie der Funke überspringt…  frei nach Karlsson auf dem Dach “Knallen muss es tüchtig und lustig will ich es haben, sonst mach ich nicht mit” 

Bezaubernde Übung

Montag, den 15. November 2010

Stellen Sie sich folgendes vor:

Sie finden in Ihrer Wohnung oder Ihrem Büro eine geheimnisvolle Tür: Hinter dieser Türe finden Sie Ihre ganz persönliche Zauberwelt - eine Welt, in der alles so ist, wie Sie es sich immer schon gewünscht haben.

Was finden Sie dort? Wie sieht es aus? Wen treffen Sie? Was möchten Sie dort tun?

Sie können jetzt gleich die Türe zu Ihrem Wunderland öffnen. Genießen Sie die bezaubernden Ideen, die Ihnen bei dieser Gedankenreise von allen Seiten zufliegen.

Vielleicht finden Sie ein paar Hinweise darauf, wie Sie ab jetzt erste Schritte tun können, um Ihren ganz persönlichen Herzenswünschen näher zu kommen…

Ich wünsche Ihnen einen bezaubernden Tag, Ihre Manuela Dillenburg-Lux

Motivation in der Krise

Donnerstag, den 11. November 2010

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Die Schwierigkeiten verleugnen und mit einem Gewaltakt nur noch “das Positive” in seinen Kopf zu hämmern, ist in höchstem Maße ungesund.

Ganz im Gegenteil. Krisenzeiten machen den Einzelnen in besonderer Weise achtsam. Und so liegt in der sogenannten “Krise” die besondere Chance, sich mit der Frage zu befassen:

Was ist günstig, wenn ich mich weiterentwickeln möchte?

Wie bekomme ich meine Kraftquellen wieder in den Blick?

Ein “Problem” benennen kann nur, wer eine Idee davon hat, wie es wäre, wenn die Lage besser wäre. Wenn Sie also ein Problem beim Namen nennen können, haben Sie schon einen festen ersten Schritt, auf  Verbesserung hin, getan. Um nun zum Nächsten zu kommen und nicht im Kreis zu laufen, wäre es günstig,  die Form der Fragestellung zu ändern.

Mit anderen Worten, was fehlt, ist ein umfassenderer Blick.

Eine andere Perspektive, die ganz andere Aussichten bietet, wäre jetzt günstig und eine Methode, mit der ich mich und meine eigene Kraft wahrnehmen und mich in meinem eigenen, gesunden Tempo weiterentwickeln kann.

Mit Lernlust und Eigensinn Veränderungen verfolgen.

Weitergehende Tipps und Ideen und Übungen für Einzelpersonen, Teams und offene Lerngruppen erfragen Sie unter info@aktivlernen.de

Initiativ - Inspirierend - Verläßlich - Kurzeitige Begleitung für  eine Entwicklung aus eigener Kraft -  ganz im Sinne Ihrer individuellen Intentionen und Absichten.

Dem Leben zugewandt - die Achterbahn des Lebens akzeptieren und lebensfroh weiterreisen zu neuen Ufern:-)

Ihre Manuela Dillenburg- Lux

Gut dran

Donnerstag, den 29. Juli 2010

 ist, wer Humor hat.[H]umor lat. heißt Feuchtigkeit, im Sinne des richtigen Gemisches der Körpersäfte, das zu einer guten Stimmung verhilft. Menschen, die die lustigen Dinge einer Situation wahrnehmen können und dies dann auch auf eine Weise zum Ausdruck bringen, die erheiternd wirkt…

…die haben Humor. So sagt man.

Psychologisch kann sich ein solcher Mensch emotional distanzieren. Während das Weinen annähert, ist das Lachen, sozialpsychologisch betrachtet, in einer Weise wirksam, die eher distanziert.

Wohl dem, dem die rechte Mischung gelingt.

Lachen ist manchmal eben die beste Medizin. 

Wer dies für sich vertiefen will, findet möglicherweise im folgenden Buch einen wahren Schatz:

Der Ernst des Lebens Und was man dagegen tun muss, Andreas Lebert, Stephan Lebert, Fischer Verlage, 2009

ISBN: 978-3-10-042506-5

 

Adler steigen keine Treppen

Dienstag, den 12. Mai 2009

 

Der Pädagoge hatte seine Methoden aufs genauste ausgearbeitet;

er hatte - so sagte er - ganz wissenschaftlich die Treppe gebaut,

die zu den verschiedenen Etagen des Wissens führt; mit vielen

Versuchen hatte er die Höhe der Stufen ermittelt, um sie der normalen

Leistungsfähigkeit kindlicher Beine anzupassen; da und dort hatte er

einen Treppenabsatz zum Atemholen eingebaut und an einem bequemen

Geländer konnten die Anfänger sich festhalten.
Und wie er fluchte, dieser Pädagoge! Nicht etwa auf die Treppe, die ja

offensichtlich mit Klugheit ersonnen und erbaut worden war, sondern auf die Kinder, die kein Gefühl für seine Fürsorge zu haben schienen.

Er fluchte aus folgendem Grund: solange er dabei stand, um die methodische Nutzung dieser Treppe zu beobachten, wie Stufe um Stufe emporgeschritten wurde, an den Absätzen ausgeruht und sich an dem Geländer festgehalten wurde, da lief alles ganz normal ab. Aber kaum war er für einen Augenblick nicht da: sofort herrschten Chaos und Katastrophe! Nur diejenigen, die von der Schule schon genügend autoritär geprägt waren, stiegen methodisch Stufe um Stufe, sich am Geländer festhaltend, auf dem Absatz verschnaufend, weiter die Treppe hoch - wie Schäferhunde, die ihr Leben lang darauf dressiert wurden, passiv ihrem Herrn zu gehorchen, und die es aufgegeben haben, ihrem Hunderhythmus zu folgen, der durch Dickichte bricht und Pfade überschreitet.

Die Kinderhorde besann sich auf ihre Instinkte und fand ihre Bedürfnisse wieder: eines bezwang die Treppe genial auf allen Vieren; ein anderes nahm mit Schwung zwei Stufen auf einmal und ließ die Absätze aus; es gab sogar welche, die versuchten, rückwärts die Treppe hinaufzusteigen und die es darin wirklich zu einer gewissen Meisterschaft brachten.

Die meisten aber fanden - und das ist ein nicht zu fassendes Paradoxon - daß die Treppe ihnen zu wenig Abenteuer und Reize bot. Sie rasten um das Haus, kletterten die Regenrinne hoch, stiegen über die Balustraden und erreichten das Dach in einer Rekordzeit, besser und schneller als über die sogenannte methodische Treppe; einmal oben angelangt, rutschten sie das Treppengeländer runter… um den abenteuerlichen Aufstieg noch einmal zu wagen. Der Pädagoge macht Jagd auf die Personen, die sich weigern, die von ihm für normal gehaltenen Wege zu benutzen. Hat er sich wohl einmal gefragt, ob nicht zufällig seine Wissenschaft von der Treppe eine falsche Wissenschaft sein könnte, und ob es nicht schnellere und zuträglichere Wege gäbe, auf denen auch gehüpft und gesprungen werden könnte; ob es nicht, nach dem Bild Victor Hugos, eine Pädagogik für Adler geben könnte, die keine Treppen steigen, um nach oben zu kommen?

 

aus: Célestin Freinet: Die Sprüche des Mathieu (Les dits de Mathieu ), 1967
nachgedruckt in: Jochen Hering und Walter Hövel (Hrsg.). Immer noch der Zeit voraus. Kindheit,  Schule und Gesellschaft aus dem Blickwinkel der Freinet-Pädagogik. Pädagogik-Kooperative e.V. (jetzt Freinet-Kooperative e.V.), Bremen, 2. Auflage 1999.