►Improvisation
Dienstag, den 31. Januar 2012In der Künstlerresidenz entstand neulich ein Gespräch mit einer Sängerin:
Ihr Thema war die mehr oder weniger vorhandene Fähigkeit zur Improvisation in der musikalischen Darbietung.
Sie hatte verschiedene Gitarristen erlebt, die bei allseits vorhandener Virtuosität, große Unterschiede aufwiesen, in ihrer Bereitschaft und Fähigkeit zur Improvisation.
In unserem Gespräch entstanden interessante Gedanken…
Improvisation, als die Lust verstanden, das musikalische Leitthema auch einmal zu verlassen,
damit dann das Auditorium zu irritieren, Gewohntes zu zerstören -
Und aus sozialpsychologischer Sicht, hat diese Fähigkeit zur Improvisation dann viel mit dem
Mut des Loslassens und mit dem Vertrauen zu tun, dass die Kommunikation mit dem Auditorium funktioniert und man sozusagen
gemeinsam am Ende zum Thema zurückkehren kann.
Aus der Sicht einer Malerin meine ich im Rahmen einer musikalischen Darbietung, dies bei den Musikern gut beobachten zu können, was ich in eigener Sache, beim Malen und Gestalten empfinde.
Dass es etwas gibt, das uns mit dem Publikum “trotzdem” verbindet, bei allem, was uns in der sinnlichen Wahrnehmung auch entzweit. Wunderbar.
Vergleichbares passiert mir überall in der Kunst.
Vertrauen, absichtslose Selbstbeobachtung, aktive, innere Haltung der Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, das ist meine persönliche Erfahrung, lassen die Quelle sprudeln.
Ein sehr interessantes Thema:
Lust und Freude an der Improvisation…?