Archiv der Kategorie ‘NOTFALLKOFFER‘

►schrittweise weise Schritte

Sonntag, den 18. März 2012

die Ideen von Papst Johannes XXIII:

1. Nur für heute werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne das Problem meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.

2. Nur für heute werde ich große Sorgfalt in mein Auftreten legen: vornehm in meinem Verhalten; ich werde niemand kritisieren, ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern - nur mich selbst.

3. Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin - nicht für die andere, sondern auch für diese Welt.

4. Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.

5. Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen; wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, ist eine gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.

6. Nur für heute werde ich eine gute Tat verbringen, und ich werde es niemandem erzählen.

7. Nur für heute werde ich etwas tun, für das ich keine Lust habe zu tun: sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass es niemand merkt.

8. Nur für heute werde ich fest glauben - selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten - , dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.

9. Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, mich an allem zu freuen, was schön ist - und ich werde an die Güte glauben.

10. Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen - und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: der Hetze und der Unentschlossenheit.

Die Fähigkeit

Mittwoch, den 19. Januar 2011

glücklich zu leben, kommt aus der Kraft, die der Seele innewohnt. (Marc Aurel)

Sagen Sie ja zum Besten und Stärksten in Ihnen! Dann geht es schon weiter. (Hermann Hesse)

Es gibt Wichtigeres im Leben, als nur sein Tempo zu beschleunigen. (Mahatma Gandhi)

Denn Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen. (Michael Ende) 

Ich weiß überall in der Lebenswüste irgendeine schöne Oase zu entdecken. (Heinrich Heine)

Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, die geben uns Halt im Leben. (Marie  von Ebner-Eschenbach)

“M´r muss och jünne künne”

Montag, den 15. November 2010

Üben, Üben, Üben…

Sie können sich Zeit für Entspannung gönnen, wenn Sie dies wollen.

Erfahren Sie auf diese Weise, dass Sie sich selbst beruhigen können und wie günstig schon eine kurze, zum Beispiel 6 minütige Pause ist, die Ihnen Erholung bringt.

Gönnen Sie sich eine Entmüdung, indem Sie sich vom ungesunden Stress abwenden.

6 Minuten „Ich und Ich“: Wo befinde ich mich jetzt wohl? Was brauche ich jetzt? Wie bin ich jetzt zufrieden aufgestellt?

Schon in diesen wenigen Minuten kann Ihr Körper locker werden, können Sie sich ausgleichen und entspannen.

Finden Sie Ihren inneren Frieden, der immer da ist.

Solche besinnlichen Übungen sind günstig, wenn Sie sich auf Ihre Gesundheit ausrichten wollen.

Eine Unterbrechung ist für jeden erschwinglich, in Anbetracht der Entscheidung, anschließend erfrischt, belebt und begeistert an Aufgaben heranzugehen.

Nicht, was zu tun ist, ist aus dieser Sicht wichtig, sondern wie es getan wird. Und das, das können Sie beharrlich selbst bestimmen.

Ich persönlich halte Beharrlichkeit für eine Voraussetzung für Erfolg.

Viel Erfolg beim Üben, Manuela Dillenburg-Lux

Angst als Kraft

Mittwoch, den 22. September 2010

wird erst konstruktiv nutzbar, wenn wir sie gelassen wahrnehmen.

Wie sagte noch der Kölner vor dem Fisch - Aquarium? :

“Dä janze Daach unger Wasser - künnt isch nitt”

einen herrlichen Altweibersommer wünscht Ihnen Ihre Manuela Dillenburg-Lux 

Langsam? Aber sicher!

Samstag, den 8. Mai 2010

Manchmal gibt es trotz bester Planung Momente, in denen alles zusammenzukommen scheint.

Sie können die Bremse ziehen, ihre Zeit entschleunigen und Ihre innere Mitte finden.

Wie entschleunige ich meine Hektiktage?

Stress und Hektik werden in bestimmten Augenblicken unterschiedlich beurteilt und unterschiedlich empfunden.
Schon ein Verkehrsstau kann den Gedanken bringen “das Fass läuft über”, jetzt scheint nichts mehr zu schaffen zu sein.

Der folgende Gedanke mit dem Sie sich selbst antreiben kann sein: “Mach schneller!” Sie können Ihre Gedanken jedoch verändern.

Nutzen Sie Ihr Bewusstsein als Ihr Werkzeug.

Verändern Sie damit in solchen Momenten das Tempo.

„Gehe langsam, wenn du es eilig hast“

Sie können in sich gehen und sich fragen: Was ist geschehen, dass ich jetzt meine, “keine Zeit” mehr zu haben? Warum fühle ich mich jetzt angetrieben?  Was hat mich in den Schweinsgalopp gebracht? Was ist jetzt los mit meinen Gedanken und Gefühlen? Sie können entscheiden, wie Sie mit der Situation umgehen, was Sie denken und entsprechend, was Sie dann fühlen.

Wie wirkt sich mein Denken und Fühlen auf mein Tempo aus? Was sind die tiefer liegenden Ursachen für die entstandene Hektik? Was sind meine Beweggründe jetzt Hektik zu empfinden?

So mancher Glaubenssatz schlägt uns oft ein Schnippchen und treibt uns unbewusst an.

Denke ich, diese Aufgabe perfekt machen zu müssen? Was hindert mich, ruhig zu bleiben?

Klarheit schafft Ruhe.

Einen Weg zur Ruhe gestalten, funktioniert, indem ich die folgenden Sätze einmal bewusst beende:            Ich bin am rotieren[kölsch Gerundium:-)], weil …             Ich muss mich beeilen, weil …             Wenn ich mich nicht spute, dann … 

Richten Sie Ihr Tempo neu aus.

Überprüfen Sie Ihre tiefer liegenden Gedanken und lassen Sie diese Antreiber Gedanken einfach fallen.

So werden Sie ruhiger und kommen Ihrem Ziel langsam, aber sicher näher.

Von der Begegnung mit Gefühlsterroristen

Sonntag, den 7. Februar 2010

Mittlerweile ist Gefühlsterrorismus etwas, das nicht nur Einzelne betrifft. Es ist zu einer durchgängig zu beobachtenden Erscheinung geworden. Internationale Studien belegen, dass eine Vielzahl von Menschen unter Gefühlsterrorismus leiden.  Den meisten Menschen sind dabei weder die vielfältigen Formen von Gefühlsterrorismus, noch die Zusammenhänge und Ursachen bewußt.

Allerdings kann Gefühlsterrorismus nicht nur erhebliche gesundheitliche Schäden für die Betroffenen hervorrufen, sondern zieht auch enorm hohe wirtschaftliche Kosten mit sich. Gefühlsterrorismus sabotiert letztlich die gesunde Weiterentwicklung von Menschen, Projekten und Organisationen.

“Gefühlsterrorismus” beschreibt solche subtilen Verhaltensweisen, die nachhaltig Schaden im emotionalen Verarbeiten der Zielperson ausgelösen. Gefühlsterror bedeutet so viel wie beleidigen, kränken, diskriminieren, schikanieren, ausgrenzen, verhöhnen, sich zynisch oder sarkastisch äußern und entsprechend verhalten. Aber auch und besonders solche hinterlistigen Machenschaften, wie üble Nachrede, das gezielte Unterlassen von Informationsweitergabe, deren Verfälschung, einschüchternde Aggressionen, verschlagen menschliche Ängste schüren, Menschen hinterrücks gegeneinander ausspielen. Ebenso die emotionale Erpressung, Nötigung - Kurz:  alle Inszenierungen, die einem anderen Menschen soziale Irritationen und tiefe Verunsicherung bis zur völligen  Orientierungslosigkeit bereiten sollen.

Gefühlsterror tritt nicht auf, wenn zwei gleichstarke Menschen fair miteinander streiten oder auf dem Hintergrund eines gefestigten Selbstwertgefühls beider Parteien, zynische oder sarkastische Humorattacken als verbales Gesellschaftsspiel betreiben.

Gefühlsterrorismus ist es aber immer dann, wenn einer der Beteiligten emotional betroffen oder sogar verletzt wird.

Wozu führt Gefühlsterror?

Eigentlich wissen wir es ja aus eigener Erfahrung: Negative Gefühle, Ärger, Streit und permanente Schwarzseherei zählen nicht zu den positiven Gefühlsauslösern. Was wir aber oft ignorieren und was uns wenig bewusst ist: Diese negativen Emotionen schaden langfristig auch deutlich und nachhaltig unserer Gesundheit.

Diese Erkenntnis steht auf festen wissenschaftlichen Füßen: es gibt direkte Verbindungen zu Stressfolgeerkrankungen und Krebs. Leider wird diese Einsicht noch viel zu sehr bagatellisiert. Und emotionale Verletzungen werden immer noch weit hinter körperliche Erscheinungsformen zurückgedrängt.

Wie oft wird die Person, die weinend und verstört am Arbeitsplatz sitzt, dann für “verrückt” und ”hysterisch”  erklärt? Die Sozialpsychologinnen Phyllis und Ellen Chesler, das sei noch einmal in Erinnerung gerufen, haben schon in den 70 ger Jahren sozialstrukturelle Zusammenhänge erforscht und unter anderem das Buch mit dem Titel “Frauen, das verrückte Geschlecht?” geschrieben. Darin zeigen sie sehr anschaulich die markanten Formen des Gefühlsterrorismus auf, gegenüber dem, in unseren Gesellschaftsstrukturen  benachteiligten und so geschwächten weiblichen Geschlecht. Das Buch gibt wissenschaftlich fundierte Einblicke in so manche spannungsgeladenen Zusammenhänge.

Es ist meine Überzeugung, in Anlehnung an die Erfahrungen, zuletzt auch aus meiner Lebens- und Beratungspraxis, dass Kollegen, die uns ständig mit Ihrer schlechten Laune malträtieren, Lehrer, die ihre Schüler in einem wahren Trommelfeuer von negativen Stressauslösern in Schulräumen gefangen halten, Ehepartner, die in nervenaufreibendem Kleinkrieg ihrer Unzufriedenheit und Unfähigkeit, mit sich selbst zurechtzukommen, Luft machen, aggressive Drängler im Straßenverkehr, freche und unverschämte Dienstleister in Behörden und Institutionen und letztlich alle Menschen, die uns gnadenlos in ihr negatives und destruktives Weltbild hineinziehen, wegen Körperverletzung verklagt werden könnten.

In Supervision und Beratung machen wir uns sowohl die Opfer- , als auch die Täterrolle bewußt. Wir erforschen den Zusammenhang, lernen Gefühlsterroristen zu erkennen, zu durchschauen und zu entwaffnen. Dazu gibt uns die  Erkenntnis das Recht, die bestätigt, dass die Beeinträchtigung unseres seelischen Wohlbefindens  sich immer auch in unseren Körpern wiederspiegeln wird.

Gut ist die Entwicklung, dass mit naturwissenschaftlicher Beweisführung zunehmend besser aufgezeigt werden kann, dass das Leiden, welches durch Gefühlsterror und seelische Unterdrückung entsteht, auch körperliches Leid verursacht. Die moderne Technik, wie die Nanotechnologie, macht dies heute mehr und mehr möglich.

Unterdessen ist Hilfe zur Selbsthilfe durch aktives Lernen angesagt. Und das funktioniert zunächst über das Bewußtmachen von Strukturen und das gemeinsame Entwickeln von konkreten Verteidigungsstrategien. Es gilt einen wirkungsvollen Selbstschutzes aufzubauen und einen klaren Blick auf vorhandene Möglichkeiten im Gepäck zu haben. So setzen Sie sich dann im Angriffsfall ruhig und mit angemessenem Aufwand zur Wehr. Das ist natürlich viel besser, als dem Terroristen ungebührend viel Energie und Aufwand zukommen zu lassen und sich damit am Ende wieder nur selbst zu schaden.

Lassen Sie uns im Gegenzug gegen Gefühlsterror, der uns krankmacht, miteinander stattdessen eine ansteckende Gesundheit verbreiten.

Schluss mit der Opferhaltung - Raus aus der Terror-Szene!

Jetzt umschalten: vom “Ich halte das nicht mehr aus” - hin zum “Ich mache das so nicht mehr mit!”

Erkennen - Durchschauen - Entwaffnen von Gefühlsterroristen durch Beratung, Supervision und Coaching info@aktivlernen.de

Wer andere Antworten bekommen möchte, muss andere Fragen stellen (Albert Einstein)

Samstag, den 10. Oktober 2009

Mit anderen Fragen, die wir uns stellen, kommen wir auch auf andere Gedanken. Da unsere schweren Gefühle aus negativen Gedanken resultieren, macht es Sinn, statt dessen positive Selbstgespräche zu führen und damit leichtere Gefühle bewirken. Wie kann ich für Gutes den Blick öffnen? Mit anderen Fragen, die wir uns stellen, kommen wir auch auf andere Gedanken.

Wir bestimmen die Richtung unseres Denkens mit den Fragen, die wir uns stellen und das zieht Gefühle nach sich, die sich in uns ausbreiten.

Versuchen Sie es doch gleich jetzt einmal hier, indem Sie auf jede Frage mindestens 3 Antworten für sich finden. Sie werden merken, dass sich Ihre Gefühle ändern, wenn Sie sich mit diesen Fragen befassen. Sie können diese Fragen in Zukunft als eine Art “Notfallmedizin” verwenden. Wenn Ihnen alles grau in grau erscheint, malen Sie sich damit Ihre Gedankenwelt bunt und schillernd, wenn sie wollen…, natürlich!

Fragen, deren Antworten schmetterlingsleichte Stimmung machen:

Worüber bin ich im Moment glücklich? Worüber könnte ich mich freuen und glücklich sein, wenn nur ich es wollte?
Worauf könnte ich stolz sein, wenn ich es wollte? Wofür könnte ich dankbar sein, wenn ich es wollte?
Wen würde ich liebend gern bei mir haben? Wen würde ich gern lieben? Was begeistert mich? Was rührt mich zu Trainen der Freude? Wofür könnte ich mich von Herzen begeistern?
Welches sind meine schönsten Erinnerungen?
Was möchte ich unbedingt noch einmal erleben? Was würde ich liebend gerne einmal machen? Wann war ich einmal besonders mutig? Wann habe ich einmal herzlich über mich gelacht? Wie müßte der Mensch sein, mit dem ich am allerliebsten einmal über mich und meine lustigen Einfälle lachen würde?
Wo fühle ich mich besonders wohl?

Wie müßte es sein, wenn ich es mir so richtig gemütlich in meinem Leben vorstelle?

Fragen, deren Antworten eine Partnerschaft oder Beziehung belustigen können:

Was schätze und bewundere ich an meinem Partner ganz besonders?
Was kann ich meinem Partner Gutes tun?
Womit könnte ich meinem Partner eine Freude machen?
Wie könnte ich ein noch besserer Partner sein?

Fragen, die Wege zu Trost und Hilfe in Problemsituationen weisen:

Was kann ich daraus für die Zukunft lernen?

Was kann ich jetzt schon tun, um meine Situation zu verbessern?
Wer könnte mir bei der Lösung jetzt als erstes helfen?
Was ist gut an diesem Problem?

Wie kann eines Tages aus meinen Problemen heute - mein Glück von morgen werden?

Ändere deine Fragen und du änderst dein Leben

Denken Sie daran:
Worauf wir uns gedanklich konzentrieren,
bestimmt wie wir uns fühlen.
Wir haben es in der Hand,
womit wir uns in Gedanken beschäftigen und damit
haben wir es auch in der Hand, wie wir uns fühlen.

Probier´s mal anders info@aktivlernen.de

Achtsamkeit, Wohlbefinden, Zenpraxis

Donnerstag, den 12. Februar 2009

 Zu den gebräuchlichen Methoden der Zen-Praxis gehören Zazen (Sitzmeditation), Kinhin (Gehmeditation), Rezitation (Textlesungen), Samu (konzentriertes Tätigsein) und das Arbeiten mit Koans. Besonders intensiv werden diese Methoden während mehrtägiger Übungsperioden oder Klausuren (Sesshin bzw. Retreat) geübt. Der Zen-Schüler muss zumindest das Zazen in sein alltägliches Leben integrieren, denn Zen ist seinem Wesen nach immer nur Praxis.

In dieser Tradition der Zen Praxis wurde Ende der Siebziger Jahre in Massachussetts die “Stress Reduction Clinic” gegründet. Jon Kabat Zinn verknüpfte unterschiedliche Techniken aus der Zen-Tradition miteinander zu einem Gesamtkonzept von Übungen, das er MBSR taufte, „Mindfulness Based Stress Reduction”. Ursprünglich wurden dort Menschen, die unter chronischen körperlichen Erkrankungen litten, mit den unterschiedlichen Übungen der Achtsamkeitsmeditation vertraut gemacht, zur Verbesserung des Wohlbefindens, in dieser schwer belastenden Situation.

 

Auch zur Vorbeugung von stressbedingten Erkrankungen und Entwicklung einer gesundheitsförderlichen Lebensführung, werden diese Meditationen heute eingesetzt, im stationären, wie im ambulanten Bereich. In sozialen Institutionen, in einigen menschenfreundlichen Unternehmen wird heute Achtsamkeit praktiziert und gelehrt.

Und natürlich basiert mein pädagogisches Konzept aktivlernen darauf. Zum Wohlbefinden für uns alle, hoffe ich auf die zunehmende Verbreitung dieser Praxis. Vor allem für Schulen und andere pädagogischen Institutionen, wünsche ich mir dies und arbeite daran.

Ich finde, Einrichtungen, denen lernwillige Menschen anvertraut sind, müssen immerzu liebevoll und klar das Bewußtsein für den Lebensfluss, die Lernlust und den Eigensinn im Inneren eines jeden Menschen in der Gemeinschaft fördern.

Nachdem ich selbst, Dank meiner Mutter, mit Yoga und autogenem Training aufgewachsen bin, fand in mir schon früh eine aktive Auseinandersetzung mit diesen Techniken statt. Manches gefiel mir damals gut. Anderes erlebte ich als Kind eher befremdlich.

Viel darüber zu erfahren und mit meiner Mutter, deren Offenheit und Liebe mich begleitet hat, über Ansichten dazu, zu streiten, war toll. Für mich, als Jugendliche, die ich auch viel allein war, waren Achtsamkeitsmeditationen ein natürlicher Bestandteil meines Alltags.

Mir gefiel es immer schon, Schülerin zu sein. Mir gefällt es auch heute noch, zu sagen: “Ich lerne noch und ich übe gern und ich erfahre gern Neues” Allerdings, diejenigen, die sich als meine “Lehrer” bezeichneten, mochte ich meistens nicht - auch heute immer noch nicht. Im Zen fand ich dann die Idee besser, dass es nur einen Inneren Lehrer gibt. Bei mir ist es eine Innere Lehrerin :-) Und genau der wollte ich folgen.

Es gelang, bis zu dem Punkt, an dem ich als junge Mutter mit Beruf im Deutschland der 90ger Jahre feststellte, dass mir die Praxis der Achtsamkeit immer mehr abhanden kam. In der guten alten Tradition der Frauen in meiner Familie, begann ich mich, mit einem Zuvielzurgleichenzeit und einem dauerhaft “schlechten” Gewissen, gnadenlos zu verzetteln. In meiner flüchtigen Selbstwahrnehmung sah ich die Gefahr, mich Selbst zu verlieren. Was natürlich niemals passieren kann. Es schien mir jedoch wirklich so zu sein. Hier und da stolperte ich,…wurde wieder achtsamer, für das Hier und Jetzt…

Die erste Achtsamkeitsmeditation nach meinem dreijährigen Kinder-Haus-Berufs-Ehe-Chaos lautete:

Wo stehe ich gerade?

3 Minuten - - - Stille - - -  Atmen - - - 

Und meine innere Lehrerin antwortete mir: “Du stehst gerade mit einem Kind auf dem Arm, dem anderen Kind an der Hand, in der Haustür. Vor Dir liegt ein Gehweg, der führt Dich links zum Friedhof, rechts zum Auto …”

Ich habe mich ins Auto gesetzt, bin nach Köln gefahren, habe meinem lieben Hanns die Kinder in die Hand gedrückt und habe zwei der Therapiestunden genommen, die, Glückes Geschick, zu meiner Ausbildung in psychoanalytisch-systemischer Beratung und Therapie gehörten….

Zeit für mich. Wunderbar! Zeit zum Üben des achtsamen Umganges mit meinem Leben. Danke. Meine Dankbarkeit kehrte wieder und ich fand mich inmitten der Liebe, dem Leben geborgen. Schritt für Schritt holte ich mir die Achtsamkeit in mein Alltagsleben zurück.

Vor vier Jahren habe ich mir eine eindrucksvolle Fortbildungsveranstaltung von Jon Kabat Zinn im Klinikum Essen gegönnt. Diese zeigte sehr anschaulich, dass auch Herr Kabat Zinn dieses Konzept selbst lebt.

Und so konnte mit ihm das Lernen durch Beobachtung und eigentätige Aneignung gut stattfinden. Wer, wie ich, an der regelmäßigen Praxis von Achtsamkeitsmeditationen interessiert ist und noch keinen passenden Yogakurs gefunden hat, der ohne “Klimbim” und “Spökes” auskommt, ..dem sei, zum regelmäßigen Üben, ein kleines Buch über die Achtsamkeitsmeditationen mit CD, von Jon Kabat Zinn, gut und gerne von mir empfohlen, da diese von einer angenehmen Frauenstimme anleitet wird.

Jon Kabat Zinn und Ulrike Kesper-Grossmann, Stressbewältigung durch die Praxis der Achtsamkeit, Buch und CD,

ISBN:3-924195-57-9

Als Kind hat mich nämlich beim autogenen Training vor allem die Stimme von Frau Doktor Gisela Eberlein: “Wir sind rrrrrrrr…uhigkkk…und gelassennnnn….”, Pardon, sehr beunruhigt, um nicht zu sagen “aufgeregt!” :-)

Ich hoffe, ich habe Sie angeregt:-) und wünsche Ihnen allen einen wundervollen Tag,

Ihre Manuela Dillenburg-Lux 

Achtsamkeit

Sonntag, den 1. Februar 2009

Achtsamkeit ist eine Haltung, sich dem Hier und Jetzt ganz zuzuwenden.

Frei von Grübeleien, Erinnerungen oder Zukunftsplanungen zulassen, was wir gerade fühlen, denken und tun.

Aufmerksam die Kraft des Jetzt wahrnehmen, im Fluss des Lebens ganz da sein, den gegenwärtigen Augenblick erleben, ohne ihn zu bewerten.

Sich dessen gewahr sein, was gerade ist - unabhängig davon, ob die Situation angenehm oder unangenehm ist.

Achtsamkeit im gegenwärtigen, lebendigen Augenblick bewirkt ein tieferes Verständnis von uns selbst und unseren gewohnheitsmäßigen Reaktionsweisen. 

Es eröffnet uns einen Weg zur Balance zwischen Sein und Tun.

Mehr Entspannung, Gelassenheit und Konzentration sind Begleiterscheinungen, die sich förderlich auf die Gesundheit und Lebensqualität auswirken.

An die Engel meiner erwachsenen Kinder

Mittwoch, den 26. November 2008

Ich spreche mit den Engeln meiner erwachsenen Kinder:

Begleitet ihr sie immer noch?

Tragt ihr ihre Wünsche in euren Händen?

Wisst ihr etwas von ihrer kampferfüllten Einsamkeit?

Und wenn sie euch und das Leben verneinen,

wendet ihr euch ab und weint,

oder bleibt ihr bei ihnen?

Sie brauchen euch,

mehr noch als damals, als sie klein waren,

sie brauchen euch verzweifelt.

Die Jugend ist die schwerste Zeit.

Alles soll von eigener Hand geschehen,

man muss sich freikämpfen,

alles selbst durchdenken,

und von Engeln will man nichts wissen.

O Engel meiner erwachsenen Kinder!

Eine Mutter darf nicht länger eingreifen, aber ihr dürft.

Eine Mutter kann nicht länger Ratschläge geben,

aber eure Weisheit kommt von Gott.

Bleibt bei meinen erwachsenen Kindern, ihr Engel!

Helft ihnen, durch das Dickicht zu wandern

und den richtigen Weg zu finden,

ihren eigenen Weg!

Aus dem Schwedischen

Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus: Ich geb‘ dir einen Engel mit … Erfahrungen mit einem Symbol, Andere Zeiten e.V., 2005, http://www.anderezeiten.de/

Danke. Manuela Dillenburg- Lux