das ist ja wirklich mal ein interessanter Gedanke, dass man in das andere Extrem verfällt, wenn man zu sehr im Stress ist. Ich kann das nur bestätigen, genau in der Weise, in der Du es beschreibst. Ebenfalls aus Zeiten, als ich alleinerziehend war. Danke, für diesen guten Impuls. Ich muss darüber im Zusammenhang mit meiner derzeitigen Befindlichkeit noch eingehender nachdenken. Ich glaube aber jetzt schon, dass es auch da passt. Es scheint ein immer wiederkehrendes Muster zu sein. Manchmal verhalte auch ich mich so, gerade in Situationen, in denen mit Zeit und Raum mit vielen Verantwortungen gefüllt sind.
Ob das Trotz ist ? Gesunder Trotz? Bei mir hat es vielleicht etwas mit den Übergängen von einer in die nächste Phase zu tun. Und meinen Befürchtungen, die dabei klar werden. Also dem, was ich alles meine bedenken zu müssen, weil es sonst keiner tut. Meine Erfahrung! Wie auch Immandra schon sagte, habe ich auch schon Menschen getroffen, die sich damit leichter tun. Oder, tun die nur so, als ob die sich damit leichter tun?Diese habe ich mal gefragt, warum das so sei? Und dann hörte ich verschiedenes von verschiedenen Menschen, verschiedenen Geschlechts.
Von manchenhörte ich, dass man sich nicht so “verrückt” mache, wie ich. Interessant, nicht wahr?
Gerda sagt, mein Mann sagt das gerne immer wieder. “Mach du dich doch nicht immer selbst so verrückt!” Ist das nicht spannend?
“”Manchmal denke ich, der hat gut reden”, sagt Gerda und dann sagt Sie, “manchmal denke ich allerdings, dass er recht hat.”
“Das erschreckt mich aber jetzt” , sage ich dann.
In der Tat, manchmal finde und empfinde ich das auch verrückt- auseinandergerückt und verschoben (durch meine eigenes Denken), was eigentlich zusammengehört, ich meine meine Seele, mein Ich, oder wie denkst du dir das?
Aber sagen tue ich das nicht, ich sage immer, dass ich so viele Baustellen in meinem Leben habe, die alle zu bearbeiten sind…bla bla bla
Ich bin davon überzeugt es braucht Ruhe, Muße, eine hochwertig zu nutzende Zeit, sich mit allem eins zu fühlen - alleins - allein! Manchmal muss ich allein sein. Nicht viel und nicht lange, aber im vollen Wert. Das hilft mir. Ich versuche also an jedem Tag auch mal in dieser Weise allein zu sein. Das war am Anfang sehr schwierig für mich. Inzwischen habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht. Und neuerdings versuche ich auch in jedem Zusammentreffen mit anderen mal allein zu sein. Der Unterton, dass ich egoistisch sei, fällt mir allerdings dabei immer noch ein - ist das wohl ein Erziehungsschaden?
Hört sich das jetzt vielleicht missverständlich an? Ich bin mir meiner persönlichen Ausrichtung bewusst geworden. Und nun versuche ich die Balance in eine andere Richtung zu verschieben.
Es gibt wohl Menschen, die bleiben mehr bei sich.
Ich bin scheinbar zu einem anderen Verhalten erzogen. Manyways hat hier im Forum sehr ausführlich etwas geschrieben. Darin fand ich mich sehr wieder. Es ging um das “gut zu sich selbst Sein” und darum, wie schief es sich anfühlt, wenn die Selbst - Bewertung durch das Messen an fremden Ansprüchen erfolgt.
Ich meine, wir leben in hektischen Zeiten und es ist nicht leicht, sich dem Druck von aussen zu erwehren, für niemanden. Daher potenziert sich der Druck für alle in die Höhe. Es sei denn, man ist bereit einen Weg zu gehen, der nicht der Weg der breiten Masse ist. Nicht wahr, Utemi?
Daher meine Überzeugung: Es ist notwendig, die Balance durch einen Schritt in Richtung auf einen regelmässigen, liebevollen Umgang mit der eigenen Seele wieder herzustellen.
Marité